Workshop für Kirchengemeinden mit Markgrafenkirchen

 

Eine Markgrafenkirche empfing ihre Besucher

Ein Meer von Blumen und eine zahlreiche Schar von Engeln (74 wurden gezählt) empfing die Besucher in einem mit Pastelltönen ausgestatteten Festsaal, der den Blick nach oben öffnet.


Am Samstag, 6. Februar 2016 kamen ca. 85 geladene Gäste in die Neudrossenfelder Markgrafenkirche zur "Heiligen Dreifaltigkeit". Anlass war ein Workshop für Kirchengemeinden mit Markgrafenkirchen in den Landkreisen Bayreuth und Kulmbach.



Ab 10.00 Uhr begrüßten Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner, Regierungspräsident Wilhelm Wenning, Landrat Peter Söllner (Kulmbach) und Bürgermeister Harald Hübner (Neudrossenfeld) die interessierten Gäste.

 

 

Der Konsens der Begrüßung lautete zusammengefasst:
Nachdem Frau Dr. Karla Fohrbeck durch die Erstellung des exzellenten Flyers "Markgrafenkirchen entdecken" uns den ungehobenen Schatz dieser Kirchen vor Augen geführt hat, haben Kirchenkreis und Regierungsbezirk gemeinsam mit den Landkreisen Bayreuth und Kulmbach die Initiative ergriffen und auch die Tourismusverantwortlichen in der Region ins Boot geholt. Wir wollen die Markgrafenkirchen fördern und Impulse sowie Hilfestellungen geben, sie (stärker) zu öffnen und zu nutzen. Denn die Erfahrung der bereits geöffneten Kirchen zeigt: Sie stellen einen großen spirituellen und touristischen Schatz dar und werden auch von Menschen aufgesucht, die wenig Kontakt zu ihrer Kirche, ja oft nicht einmal zum christlichen Glauben haben.

Wer bis dato Frau Karla Fohrbeck noch nicht kannte, der lernte sie jetzt kennen. Eine energiegeladene Frau mit einem hohen Wissen über die "verborgenen Schätze" in unserer Heimat. Mit einer Powerpoint-Präsentation über die Markgrafenkirchen und ihre Bedeutung, Besonderheit und Fülle in der Region zog sie die Zuhörer in ihren Bann.

 

Als sich gegen 12.00 Uhr bei so manchem der Hunger meldete, musste die Fülle an spannenden Informationen ein Ende finden. Das Bräuwerck in Neudrossenfeld erwartete die Gäste mit einem Mittagsbüffet.

 

Wunderbar mit der köstlichen Mahlzeit gestärkt war die Aufmerksamkeit wieder auf das Thema des Tages gerichtet.
Dekan Thomas Guba aus Bad Berneck, Dekanin Martina Beck aus Thurnau und Pfarrer Elmar Croner aus Neudrossenfeld berichteten über ihre eigenen, durchwegs positiven Erfahrungen mit geöffneten Kirchen. Das sollte all denen Mut zusprechen, die ihre Kirchen nur zu den Gottesdiensten öffnen.

Thomas Roßmerkel, Referent für Kirche und Tourismus in der Evang.-Luth. Kirche in Bayern, erläuterte die ungeahnten Chancen, die eine geöffnete Kirche für die Gemeinden bringen kann.
Was wollen die Menschen heute?
EINFACH ABSCHALTEN! Wieder die eigene Mitte finden und zur Ruhe kommen.
Einer von mehreren Gründen, eine OFFENE KIRCHE den Menschen anzubieten.

 

Andrea Felsenstein-Roßberg vom Gottesdienst-Institut der Evang.-Luth. Kirche in Bayern zeigte Möglichkeiten die geöffnete Kirche als spirituellen Raum zu erfahren.
In einer aufgeräumten, sauberen Kirche fühlt sich der Besucher eingeladen. Er fühlt sich wohl, hat vielleicht die Möglichkeit eine Kerze anzuzünden und ein persönliches Anliegen in das Gästebuch zu schreiben.

 

Welches Interesse hat der Tourismus an verlässlich geöffneten Markgrafenkirchen?
Welche Bedeutung hat die Kirche für den Tourismus?
Dr. Manuel Becher, von der Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH vermittelte darüber einen kurzen Einblick.
Ein FÖRDERVEREIN MARKGRAFENKIRCHEN E.V. hat sich gegründet und ein Entwicklungskonzept erstellt.
Soll ein Produkt angeboten werden, so benötigt es eine gewisse Qualität. Die Frage ergibt sich: Kann man von hoher Produktqualität sprechen, wenn das Produkt abgesperrt ist?
Förderlich ist die Bereitstellung touristischer Leistungen, wie sie bei den Radwegekirchen bereits gegeben ist.
Hat ein Ort gute Gastronomie, dann kann eine wunderbare Verbindung zwischen Geist und Körper angeboten werden. 

Welches Alleinstellungsmerkmal hat unsere Region?
Wir haben die besten Markgrafenkirchen der Welt.

 

In Gruppen konnten anstehende Fragen zu den einzelnen Themen des Workshops erläutert und zu einem Abschluss gebracht werden.
Insgesamt ein informativer, anregender Tag, aus dem Neues entstehen könnte.

 

Erika Gstaiger, Teilnehmerin