Notfallseelsorge im Dekanat

Gottesdienst am Sonntag, 2. Juni 2019 mit Dekan Jürgen Hacker aus Bayreuth.

In diesem Gottesdienst in St. Michael erhielt Pfr. Günter Daum die Beauftragung als Notfallseelsorger (NFS) im Dekant Bayreuth-Bad Berneck.
Die bisherigen Dekanatsbeauftragten für Notfallseelsorge, Pfr. Gottfried Lindner (links) und Pfr. Reinhard Schübel (rechts) wurden aus ihrem Dienst verabschiedet. Sie haben beide das Rentenalter erreicht und gehen in den Ruhestand.


Günter Daum ist Pfarrer in unserer Kirchengemeinde Weidenberg und in der Kaufmännischen Berufsschule in Bayreuth.
Ebenfalls steht er als Regionalkoordinator Oberfranken/Oberpfalz für die Notfallseelsorge in Schulen (NOSIS) zur Verfügung. Nach belastenden Ereignissen begleitet er die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst.

 

Um 9.30 Uhr begann ein bewegender Gottesdienst mit vielen Gästen von Einsatzkräften der Feuerwehr, des Roten Kreuzes, Wasserwacht und dem Technischen Hilfswerk.

 

Zuvor zogen die Beteiligten unter den Klängen des Posaunenchors vom
1. Pfarrhaus über den Gurtstein in die Kirche.

 

Diakon Andreas Stahl, der Beauftragte für Notfallseelsorge in Nordbayern und Dekan Jürgen Hacker aus Bayreuth würdigten den Einsatz von Pfr. Gottfried Lindner und Pfr. Reinhard Schübel als langjährige Notfallseelsorger des Dekanats. 

 

Mit der Segnung wurden sie aus ihrem Dienst entlassen.

 

Pfr. Günter Daum aus Weidenberg erhielt die Beauftragung als neuer Notfallseelsorger im Dekanat Bayreuth-Bad Berneck.

 

Mit der Segnung durch Dekan Jürgen Hacker wurde er in das neue Amt eingeführt und unter Gottes Segen und Bewahrung gestellt. Bei der Handauflegung waren dabei von links: Christine Gärtner, Vertrauensfrau, Pfr. Josef Paulmaier aus Benk, Pfr. Gottfried Lindner, Pfr. Reinhard Schübel und Diakon Andreas Stahl.

 

Als Grundlage für seine Predigt nahm Pfr. Günter Daum den Text aus Lukas 10, der barmherzige Samariter:
Eines Tages geht ein Jude nach Jericho. Unterwegs wird er von Räubern überfallen. Sie nehmen ihm sein Geld weg und schlagen ihn halb tot.
Da kommt ein jüdischer Priester vorbei. Er sieht den Verletzten. Er macht einen Bogen um den Mann und geht einfach weiter.
Dann kommt ein anderer sehr religiöser Mann vorbei. Er ist ein Levit. Auch er geht weiter, ohne dem Verletzten zu helfen.
Aber der Verletzte ist nicht mehr allein. Ein Samariter ist bei ihm und hilft ihm. Er verbindet dem Juden die Wunden. Danach bringt er ihn an einen Ort, wo er sich ausruhen und gesund werden kann.

Was macht der Samariter? Er geht nicht vorbei. Er sieht hin. Er geht hin. Er handelt unverzüglich.
Dasselbe macht heute unser Rettungsdienst, sobald der Piepser losgeht.
Der Samariter bringt den Verletzten an einen sicheren Ort, wo er ausruhen und gesunden kann. Er kümmert sich. Er übt sich in praktischer Nächstenliebe, er handelt aus seinem Glauben heraus.             "Notfallseelsorge"

 
Im Anschluss an den Gottesdienst übernahm die Vertrauensfrau Christine Gärtner die Moderation.
Sie begrüßte alle Gäste und hieß sie willkommen.

 

Grußworte brachten:
Stellvertretende Landrätin Christa Reinert Heinz

 

Markus Ruckdeschel vom Kreisverband des BRK

 

Von der Feuerwehr, Kreisbrandinspektorin Kerstin Schmidt

 

Polizeioberrat Edgar Schock, Inspektion Stadt und Land und Verkehrspolizei

 

Diakon Andreas Stahl, Beauftragter für Notfallseelsorge in Nordbayern

 

Heiko Pöhnl und seine Kollegin vom Kriseninterventionsteam des BRK

 

Werner Schwenk von der Feuerwehr Weidenberg

 

Pfr. Günter Daum hatte das letzte Wort. Er dankte allen für das Dabeisein und die rührenden Worte.

 

Nun wurde es Zeit für den gemütlichen Teil. Der Kirchhof wartete im Sonnenschein mit leckerer Brotzeit und Getränken.

 

Ein bewegender und würdiger Gottesdienst mit anschließendem Beisammensein ging zu Ende.

 

 

 Text und Fotos: Erika Gstaiger