Ernennung zur Radwegekirche

 

 

Am Sonntag, 20. Juli 2014 feierten wir die Ernennung zur "Radwegekirche" in einem fröhlichen Gottesdienst.

 


Die Tür geht auf, ein Rad kommt rein, das kann doch nur der Pfarrer sein.

 

 

 Umrahmt von Fahrrädern aller Art begrüßte Pfarrer Daum die Gottesdienstbesucher.

 

Auch die Kinder des Kindergottesdienstes, der üblicherweise im Pimmlerhaus stattfindet, haben sich mit ihren Leiterinnen auf den Weg nach St. Michael gemacht. Sie sangen gleich das erste Lied
"Gib uns Ohren, die hören".



Pfarrer Daum entzündete für jedes der Kinder eine Kerze, und mit diesen verließen sie die Kirche, um im "Feldlager" der Mittelaltergruppe den Kindergottesdienst zu feiern. 

 

 Am Ende des fröhlichen Gottesdienstes erklang von der Orgel das bekannte Lied "Ja mir san mim Radl da". Durch Pfarrer Daum und Lektorin Gstaiger wurde dann feierlich das neue Schild "Radwegekirche" beim Turmeingang angebracht.

 

Viele der Gottesdienstbesucher waren mit dem Radl da und freuten sich über die Ernennung von St. Michael zur ersten Radwegekirche im Dekanat Bayreuth.

 

Im "Feldlager" war inzwischen alles vorbereitet zum Kirchenkaffee.

 

 Bei herrlichem Sommerwetter und guten Gesprächen gingen die Feierlichkeiten zu Ende.

 

 

 

Viele kennen dieses bayernweit einheitliche Logo an unserer St. Michaelskirche. Im Jahr 2005 hat die Bayerische Landeskirche das Projekt „Offene Kirchen in Bayern“ gestartet. Ziel der Aktion war es, möglichst viele evangelische Kirchen in Bayern auch unter der Woche zu öffnen. Wir haben uns von Anfang an daran beteiligt. Seitdem ziert ein Schild mit verlässlich angegebenen Öffnungszeiten unsere Kirche. Eine Seite im Internet berichtet über St. Michael in Weidenberg unter www.offene-kirchen-bayern.de.
Seit Juli 2014 sind wir auch eine Radwegekirche, zu erkennen an dem grünen Logo, siehe oben.
www.radwegekirchen.de

Wie kam es denn dazu?
Der Fahrradtourismus boomt, auch bei uns in Bayern. Immer mehr Menschen benutzen in Freizeit und Urlaub ihr Fahrrad und radeln Stunden-, Tage– oder auch Wochenweise auf den Radwegen. An vielen dieser Wege liegen in nicht allzu weiter Entfernung Kirchen, die auch von den Radlern gerne „zur inneren Einkehr“ benutzt werden. Damit Radler und Radlerinnen bereits an ihrem Weg auf eine geöffnete Kirche hingewiesen werden, wurde auf EKD-Ebene (Evang. Kirche Deutschland) ein deutschlandweit gemeinsames Signet erarbeitet. Dieses kann auf kleinen Schildern an den Radwegen angebracht werden und auch in passender Form an der Kirche selbst zu sehen sein (grünes Logo oben). Außerdem wurden Ideen entwickelt, wie eine solche „Radwegekirche“ ausgestaltet werden könnte.

Welche Anforderungen muss eine Radwegekirche also erfüllen?
Sie baut auf den guten Erfahrungen mit einer verlässlich geöffneten Kirche auf, die wir bereits haben, und erweitert den Blick auf die Zielgruppe der Radfahrer hin.
Bei uns in Weidenberg sieht das folgendermaßen aus:
Der Heidenaabradweg führt von Bayreuth Richtung Weiden, direkt durch Weidenberg hindurch. St. Michael liegt nur wenige hundert Meter davon entfernt.
Im Kirchhof befinden sich eine Sitzgruppe zum Rasten, und ein Fahrradständer zum Anschließen der Räder.
An einer Stromsäule können im Notfall die Elektroräder nachgeladen werden.
Beim Pfarrhaus hinter der Kirche ist die Toilette geöffnet.
Im Wirtshaus „Zum Brettla“, direkt neben der Kirche, gibt es von Donnerstag bis Sonntag eine kräftige Brotzeit.
Wir konnten diese Aktion jetzt so schnell umsetzen, weil das
Geld für die Sitzgruppe und den Fahrradständer von den Eltern der Konfirmanden, anlässlich der Konfirmation 2014, gespendet wurde. Dafür sagen wir ein herzliches Dankeschön.