Ökumenischer Tag der Schöpfung

Es war Freitag, 6. September 2019 um 17.00 Uhr. Am Ökumeneplatz in Weidenberg kamen etwa 90 Erwachsene, Kinder und Hunde zusammen ...

 

Sie feierten mit den drei Geistlichen (von links) Hans-Jürgen Pöschl, Günter Daum und Thomas Pullomparambil den bundesweiten Tag der Schöpfung.

 

Pfr. Pöschl hielt eine Andacht zum vorgegebenen Thema „Salz der Erde“:


Ein Seifenfabrikant sagt zu einem Christen: „Das Christentum hat nichts erreicht. Obwohl es schon bald 2000 Jahre gepredigt wird, ist die Welt nicht besser geworden. Es gibt immer noch Böses und böse Menschen!“
Der andere zeigt auf ein ungewöhnlich schmutziges Kind, das am Straßenrand im Dreck spielt, und antwortet dem Seifenfabrikanten: „Seife hat nichts erreicht. Es gibt immer noch Schmutz und schmutzige Menschen in der Welt!“
„Seife“, entgegnet der Fabrikant, „nützt natürlich nur, wenn sie angewendet wird.“
Darauf der andere: „Christsein auch.“
Wenn Seife in der Verpackung bleibt und nicht an die Frau oder an den Mann kommt, dann bleibt sie wirkungslos.
Wenn Salz nicht unter die Speisen gemischt wird oder wegen falscher Lagerung feucht wird, dann verliert es seinen Sinn.
Wenn Licht unsichtbar gemacht wird, dann kann man darauf verzichten.
Wenn Christen nichts leben von ihrem Glauben, dann bleibt es wirkungslos.
Wir haben als Christen eine wunderbare Botschaft:
Eine Botschaft, die jeden einzelnen Menschen ernst nimmt und sagt: Du kannst was tun! Du bist Salz der Welt, du bist Licht der Welt. Resigniere nicht! Denn was tu tust, ist wichtig, auch wenn es Dir oft wie ein Tropfen auf den heißen Stein vorkommt. Aber viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.
Auch, wenn es also nur wenige und kleine Schritte sind, die du tun kannst, bleib dran.
Du musst gar nicht alleine die ganze Welt retten!
Eine kleine Prise Salz genügt ja schon - zu viel würde alles ungenießbar machen. Wichtig ist, dass Du anfängst, dort wo Du lebst, verantwortungsvoll mit der Schöpfung umzugehen.
Stell Dein Licht nicht unter den Eimer.
Sei wie eine Prise Salz.
Sei wie ein Funken Licht.
Darauf kommt es an!
Wie hieß es in der Geschichte: „Seife“, entgegnet der Fabrikant, „nützt natürlich nur, wenn sie angewendet wird.“
Darauf der andere: „Christsein auch.“


Mit Gebeten und Liedern, die vom Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde begleitet wurden, war der Gottesdienst in der Abendstimmung eine runde Sache.

 

Getränke und Laugenstangen mit guten Gesprächen führten zu einem schönen Ausklang des Abends.

 

Fotos: Erika Gstaiger